Festtagssprudel
Dezember 18, 2007
“Alle Jahre wieder …” - es ist die Zeit der Besinnung, aber auch der Freude, und zu feiern gibt es auch genug. In meinem Fall nicht nur zu
Weihnachten und Neujahr, sondern gleich danach ohne Erholungspause die Geburtstage meiner beiden Töchter am 1. und 3. Januar. Da trifft es sich gut, dass Lars Breidenbach alias schreiberswein als Ausrichter der 6. Weinrallye zur Schaumweinrallye ruft und folgende Frage beantwortet haben möchte: “Mit welchem Schaumwein feiert ihr ins neue Jahr?”
Marketing vom ander’n Stern
September 3, 2007
Schon komisch: kaum erwirbt mein Sohn F. seinen Führerschein, werden die stolzen Eltern als VIPs behandelt und als Objekt der Begierde für einen Neuwagenkauf identifiziert. Besonders aktiv ist die Marke mit dem Stern und lädt zum Racing Weekend ein, und Madame gewinnt ganz zufällig ein Wochenende mit dem SLK incl. 500 Frei-Kilometer.
Zufall oder doch Methode? Was sonst soll sich unter dem Begriff “Virales Marketing” verbergen?
Die sparsamen HäusleAutobauer aus dem Schwabenland scheuen also weder Kosten noch Mühe, um einen neuen Michael Schumacher zu finden. Dabei wandelt F. eher auf den Spuren von Boris Becker, zumindest was das Sportliche betrifft. Und steht auf einen gelben Lamborghini Gallardo. Auch wenn’s keine persönliche Einladung zur IAA gibt. Noch nicht.
Geschmackssache
März 31, 2007
Man kennt das ja vom Wein, bekommt ein Glas vorgesetzt, das nicht so richtig schmecken will, wird um seine Meinung gefragt, und versucht sich per Notlüge höflich aus der Affaire zu ziehen. Ähnlich erging’s meiner Tochter C. heute beim samstäglichen Frühstück, die, allerdings freiwillig, frisches Gebäck mutig mit Erdbeeren (!) belegte. Alsbald verzog sie ihr Gesicht und sagte, nicht wirklich überzeugend: “Naja, schmeckt ganz interessant!” Aber die Fastenzeit hat ja gerade begonnen.
Wahre Liebe
Dezember 26, 2006
Das ist wahre Liebe: mein frischverliebter Sohn (und Bayern-Fan) bekommt zu Weihnachten von seiner Freundin 2 Tickets für das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Bayern München geschenkt. Freilich nicht irgendwelche Tickets des schon längst ausverkauften Spiels, sondern Business Seats. In meinem ungleich längeren Leben ist mir das noch nie passiert. Aber warum soll ich mich beklagen, wenn der Glückliche seinen Vater am gleichen Abend mit einem Ticket für das kommende Heimspiel gegen Schalke 04 überrascht. Nur woher seine Bayern-Liebe stammt, ist genetisch nicht erklärbar.
Selbst- und Nationalbewusstsein
September 5, 2006
Voller Stolz erzählte mir meine ältere Tochter, dass sie jetzt Klassensprecherin ist. Im neuen Schuljahr (4. Klasse in Frankfurt) geht’s u.a. um fremde Länder und Sprachen. Reihum werden die Kinder befragt, welche Fremdsprachen man denn sprechen würde. C. geht mit gutem Beispiel voran, um mit dem im Urlaub frisch Erlernten zu prahlen: “Italienisch: buongiorno, ciao, gelato, pasta e basta, …, mi chiamo Carolina.” Um gleich noch eins draufzusetzen: “… und österreichisch: I’ bin di Caro!”
Wahlberechtigt am 1. Oktober ist sie trotzdem nicht.
Höllentrip
August 6, 2006
Frankfurt - San Colombano (Val Trompia) - San Pelagio (Carso) - Schlossberg (Südsteiermark) - Wien & Umgebung - Frankfurt, ca. 2.500 km in weniger als einer Woche, das klingt auf dem 1. Blick nach Stress.

Das muss es aber nicht sein, wenn man vom nachmittäglichen Berufsverkehr auf der Mailänder Tangenziale - ja, es gibt tatsächlich Italiener, die arbeiten -, dem Stop & Go im strömenden Regen auf der A4 zwischen Venedig und Triest, oder dem lästigen Kramen nach Kleingeld an einem der unzähligen Pay-Stops vor allem in Slowenien absieht. Auf der Habenseite bleibt ein Sprung ins erfrischende Nass an bekannten Badeplätzen am Luganer See und an der malerischen Steilküste vor Triest, oder die grandiose Aussicht am Gotthardpass oder auf die Weinberge links und rechts der Autostrada im Soave-Land und im slowenischen Teil der Steiermark. Und außerdem gab es ja durchwegs lohnende Etappenziele.
Jetzt geht’s los
Juni 9, 2006
Heute startet die WM und alle Blicke sind auf die Arena gerichtet. Und zwar auf die Arena (di Verona) und nicht etwa die sterile Allianz-Schüssel! Gemeint ist selbstverständlich die 12. Bridge-Weltmeisterschaft, die heute zeitgleich mit der FIFA-WM in München feierlich eröffnet wird.

Und ausnahmsweise werde ich zu Deutschland halten, da Madame dessen Farben vertritt. Und vielleicht reist sie nach nur 3 Spieltagen gar als Weltmeister(in) ab und bringt Ruhm und Ehr’ zurück. Davon können die ebenfalls nur 3 Spieltage lang verweilenden Fußballzwerge aus Trinidad und Tobago, Togo und bald auch Klinsmanns Truppe freilich nur träumen.
Weiße Pracht
April 29, 2006
Am morgigen Sonntag ist wieder Erstkommunion, eigentlich eine Woche zu spät, der “Weiße Sonntag” war nämlich schon. Aber wenigstens das Wetter scheint sich anzupassen. Meine Tochter C., selbstverständlich die schönste aller jungen Damen, hat das wohl geahnt: bereits am Palmsonntag antwortete sie dem lokalen Sender Radio FFH auf die Frage, was sie zur Erstkommunion denn anziehen würde, folgendes: “… so ein weißes Kostüm [kein Billigfetzen, ein Leinenkostüm muss es schon sein] und, äh, einen weißen Anorak!”
Na denn, “Ski heil”!
Heidi für Groß und Klein
März 1, 2006
Mittwoch ist Heiditag. Der Große ist wahrscheinlich einer der allerletzten, der die Quote dieser weiteren, vollkommen unnötigen Überdrüber-Superirgendwas-Show unverdrossen hochhält und die Klum mit ihren Nachwuchszicken bewundert. Aber was tut man nicht alles, um der gleichaltrigen Yvonne aus seinem Heimatort die Daumen zu drücken.

Nicht ganz so vergänglich ist da schon eine andere Heidi, gemeint ist das Alpenmädel aus den Schweizer Bergen. Aber auch da schreitet die Kommerzialisierung unaufhaltsam voran, derzeit tourt das erste Alpical durch Deutschland, sehr zur Freude vieler Großeltern mitsamt ihren Enkerln. Mittlerweile erobert der Titelsong die Charts und die Kleine mit ihrem unüberhörbaren “Eidi, Eidi”-Gejohle die Herzen geduldiger Nachbarn. Fehlt nur noch, dass das mediale Traumpaar Heidi Klum und Seal demnächst die Hauptrollen übernimmt und um die Wette jodelt.
Wenigstens die mittlere gibt sich patriotisch und steht mehr auf Wolferl (Amadeus, nicht den Mascherlkanzler) und Sissi, wie es sich für eine Jungdame in spe gehört.
Die Leiden des Strohwitwers
Februar 17, 2006
Gestern war schon um 1315 Feierabend. Aber der Stress ging dann erst richtig los, Beispiel gefällig?

