Im Herzen von Europa

März 31, 2008

Die Führung von Eintracht Frankfurt verbietet sich nach dem jüngsten Höhenflug weiterhin Träumereien um UEFA- und UI-Cup. Kein Wunder, wenn sogar die Qualifikation für die Champions-League möglich ist …

Imagewandel

Januar 15, 2008

Sonderbare Dinge geschehen derzeit bei Eintracht Frankfurt, das zumindest mag man als Außenstehender meinen. Erst schnappt man niemand Geringerem als Juventus Turin mit Martin Fenin das größte tschechische Sturmtalent weg und tätigt damit den bisherigen Rekordtransfer der Vereinsgeschichte, dann führt ein atemberaubender Verhandlungsmarathon zur ähnlich teuren Verpflichtung des brasilianischen Jungstars und “Ballack-Doppelgängers” Caio, der bei meiner Roma und ebenfalls den “Bianco-Neri” im Gespräch war. Und die Einkaufstour ist noch nicht zu Ende, ein Stürmer von internationalem Format wird noch gesucht.

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Frankfurter Beton

November 5, 2007

MesseturmVor mehr als 70 Jahren erfand der Österreicher Karl Rappan den “Schweizer Riegel”, die Italiener verfeinerten ihn später unter dem Namen “Catenaccio”, die ultimative Steigerung dieses Fußballs zum Abgewöhnen bot jetzt die Frankfurter Eintracht am Wochenende gegen das Starensemble von Bayern München. Schon die Aufstellung versprach geballte Defensive mit einer Fünferkette mit antiquiertem klassischem Libero, einem weitgehend defensiv ausgerichteten lauf-, kampf- und kratzstarken Mittelfeld, 2 Stürmern, die wenn überhaupt fast nur im eigenen Strafraum gesichtet wurden und 4 neuen Spielern ohne Spielpraxis, die wohl eigens für dieses eine Spiel geschont wurden. Die plötzliche Grippe der etatmäßigen Nummer 1 verhinderte immerhin den Doppeltorwart.

In nackten Zahlen sieht das dann so aus: 15:0 Torchancen, 17:2 Ecken, 38:5 Torschüsse (waren’s wirklich 5?), 34:3 Flanken, 63%:37% Ballbesitz. Alles pro Bayern. Endergebnis: 0:0!

Keiner will mich

Oktober 9, 2007

Albert StreitDer Frankfurter Albert Streit hat’s schwer: da bringt er Woche für Woche Topleistungen, ist der wahrscheinlich beste deutsche Torvorbereiter in der Bundesliga, im aktuellen kicker Ranking der beste deutsche Mittelfeldspieler, und wird trotzdem vom Bundesjogi regelmäßig übergangen. Dieser zieht, wahrscheinlich schon traditionell, Bankdrücker wie David Odonkor oder kaum rekonvaleszente Auslaufmodelle wie Bernd Schneider oder Thorsten Frings vor.

Tickets DublinJetzt wurde sogar ich nominiert! Und, sorry Ali, leider kann auch ich Dich nicht nach Dublin mitnehmen, mein Nebenmann wird ein irischer Hardcore-Fan sein.

Bildquelle: BLOG-G

Ochs-trott

August 4, 2007

Was für ein Eiertanz war das während der Vorbereitung von Eintracht Frankfurt. Die Testspiele waren schon mehr als durchwachsen, ein Trainingslager musste gar abgebrochen werden, weil kaum mehr gesunde Spieler zur Verfügung standen, und zuletzt fiel beinahe die gesamte Defensivabteilung verletzt aus. Auch auf dem Transfermarkt trat der Verein aus der Finanzmetropole äußerst bescheiden auf und investierte keinen Cent aus der gutgefüllten Vereinskassa in die Verpflichtung neuer Spieler, um sich stattdessen mit ablösefreien Dopingsündern und Bigamisten Fußballidolen aus dem fernen Ausland zu verstärken. Und trotzdem fordert die sportliche Führung eine deutliche Verbesserung zu den letzten Jahren und einen einstelligen Tabellenplatz.

Da trifft es sich gut, dass zuletzt mit Starfriseur Klaus Peter Ochs ein weiterer regional verwurzelter Sponsor gewonnen werden konnte. (Eine verwandtschaftliche Verbindung zu dem gleichnamigen Rotschopf Sotoim Eintracht-Dress ist nicht bekannt.) Ha(a)rte Zeiten könnten also besonders für die beiden hellenischen Halbgötter Eintrachtstars Joannis Amanatidis und Sotirios Kyrgiakos anbrechen, die ersten Gerüchten zufolge als Frisurmodel für das halbzeitliche Showfrisieren in der Business-Lounge ausgewählt werden sollen.

Times are changing (3)

Juni 17, 2007

Tour 2007Früher, genau gesagt 1990 beim letzten Besuch der Stones in Frankfurt, begeisterten Mick Jagger und Keith Richards noch 55.000 Zuschauer im ausverkauften Waldstadion. Damals spielte der Hausherr Eintracht Frankfurt selten vor mehr als 20.000 Fans, trotz Titelambitionen und WM-Titel. 17 Jahre später lockt die Pensionisten-Combo gerade 25.000 Junggebliebene in die umbenannte Commerzbank-Arena, trotz kurzfristig erheblich reduzierter Kartenpreise und jeder Menge Gratistickets. Die Eintracht kämpft derweil selbst gegen Mannschaften aus Bochum oder Aachen vor vollen Rängen gegen den Abstieg.

Dass Trainerwechsel nicht immer zum Erfolg führen, wurde hier schon ausgeführt. In der Hinrunde der diesjährigen Bundesliga-Saison schien man sich das zu Herzen genommen haben, selten zuvor gab’s weniger Trainerentlassungen. Dieses Versäumnis wurde nun letzte Woche nachgeholt, FC Bayern (warum?), HSV (endlich, aber zu spät) und Borussia Mönchengladbach (logisch) ersetzten ihren Trainer binnen 24 Stunden, freilich mit durchwachsenem Erfolg. Andere Vereine, wie Eintracht Frankfurt, machen dieses Wechselspielchen seit einigen Jahren nicht mehr mit. Ob’s à la longue gut ist und dem eigenen Anspruch genügt? Eher nicht, wenn ich Friedhelm Funkel hier richtig verstehe: “… müssen wir den Klassenerhalt erreichen. Alles andere sind Träumereien. Ein Uefa-Cup-Platz zu erklimmen, ist dummes Geschwätz. Das ist nicht meine Welt.”

Fazit: behältst Du Funkel, geht’s immer gegen den Abstieg und irgendwann auch mal schief, schließlich will der Aufstiegsweltmeister auch selbst wieder mal aufsteigen. Spätestens nächste Saison bräuchte auch die Eintracht einen neuen Trainer (wie wär’s mit von Heesen?), der sich mehr zutraut und geil auf Erfolg ist. Friedhelm Funkel kann ja dann den dann gescheiterten Christoph Daum bei seinem Lieblingsverein ersetzen und dem nachgehen, was er besser als alle anderen kann, nämlich eine Mannschaft in die 1. Liga führen. Auch in Köln will man schließlich die “Viva Colonia” nicht nur zu Ehren des neuen Handball-Weltmeisters anstimmen.

Wahre Liebe

Dezember 26, 2006

Das ist wahre Liebe: mein frischverliebter Sohn (und Bayern-Fan) bekommt zu Weihnachten von seiner Freundin 2 Tickets für das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Bayern München geschenkt. Freilich nicht irgendwelche Tickets des schon längst ausverkauften Spiels, sondern Business Seats. In meinem ungleich längeren Leben ist mir das noch nie passiert. Aber warum soll ich mich beklagen, wenn der Glückliche seinen Vater am gleichen Abend mit einem Ticket für das kommende Heimspiel gegen Schalke 04 überrascht. Nur woher seine Bayern-Liebe stammt, ist genetisch nicht erklärbar.

Fußballtennis

Dezember 10, 2006

6:1, 6:1, 6:2, Game, Set and Match. Nachdem es in der Champions League nicht geklappt hat, übt Werder Bremen in der Fremde schon mal für Wimbledon. Vor einem Jahr konnte Eintracht Frankfurt da auch noch mithalten, zumindest 2 Sätze lang (6:3, 6:0, u.a. gegen Schalke 06 04). Heute sind sie doppelt so gut wie VfL Bochum und Mainz 16 05. Immerhin etwas.

Sizilianisches Vorspiel

Oktober 18, 2006

Gestern war ich wieder bei meinem Lieblings-Italiener zum Lunch. Mit einem Italiener, genauer gesagt Sizilianer aus der Nähe von Palermo!

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