Österreich und die EM (2) – 0:8 und 2:8

August 31, 2006

0:8 lautet die stolze Rückspiel-Bilanz jener vier österreichischen Vereinsmannschaften, die sich wieder einmal erfolglos an der Qualifikation für Champions-League oder UEFA-Cup versuchten. Nicht viel besser, nämlich mit einem 2:8 startete Pepi Hickersberger seinen zweiten Anlauf als Trainer der Nationalmannschaft.ÖFB  Zwar musste er in bisher drei Länderspielen ebenso viele Niederlagen einstecken, allerdings ging’s gegen Kaliber wie Kanada, Kroatien und Ungarn, und das auch noch zuhause. Die Chance auf Besserung beim kommenden Vierländerturnier in der Schweiz ist eher gering, heißt doch der erste Gegner gleich Beinahe-Weltmeister Costa Rica. Vor allem nach dem konsequenten Rücktritt eines Führungsspielers aus dem ÖFB-Team (Paul Scharner, England-Legionär: „Und zwar für immer … es geht absolut unprofessionell zu“), weitere dürften folgen.

Trotzdem plädiere ich erst mal für Kontinuität (eine Niederlage reiht sich an die andere) und ein Festhalten an „Hicke“. Rechtzeitig vor Beginn der EMJosef Hickersberger  folgt dann der Überraschungscoup mit einem perfekt getimten Trainerwechsel, und zwar zugunsten des seit gestern wieder privatisierenden Kurzzeitarbeiters Peter Neururer. (Bis dahin könnte er ja als Trainer einen der beiden dahinsiechenden Wiener Traditionsvereine – Rapid Platz 7, Austria Platz 9 und damit Vorletzter nach 7 gespielten Runden – auf Vordermann bringen und sich auf die österreichische Fußballmentalität einstellen. Auch Pepi Hickersberger durchlief bekanntlich beide Stationen.) Für 3 Spiele in der Gruppenphase langen seine Motivationskünste alle Mal, vielleicht sogar zum EM-Titel, Otto „Rehakles“ hat’s vorgemacht, aber auch ein 2:7 nach 3 Spielen in der Gruppenphase gegen Europas Elite darf als Erfolg gewertet werden. Weniger Erfolgsaussichten böte da ein anderer Ex-Teamchef, nämlich (Cordoba-)Hanseee Krankl, der übrigens doch nicht Trainer von Ghana wird. Diese Meldung beruhte wohl auf einem sprachlichen Missverständnis (Kana wü mi“).
tbc

6 Responses to “Österreich und die EM (2) – 0:8 und 2:8”

  1. weinfidél Says:

    Bescheiden wie ich bin…, bin ich doch ganz zufrieden mit den weltmeisterlichen Weiß- UND Rotweinen!😉
    Im Wintersport gibts doch wohl auch nix zu meckern. Segeln und sogar Schwimmen scheinen ebenfalls Garanten zu sein.
    Also, was solls denn?

  2. pivu Says:

    Ich hab’s: Kunstschnee statt Kunstrasen (wie in Salzburg), und statt der eh erfolglosen Fußballprofis treten Rogan, Raich & Hagara an, mit dem bulligen Herminator im Tor. Apropos „bullig“: bis dahin gibt’s auch sicher Veltliner und Blaufränkisch in der Dose made by Red Bull als Zaubertrank und nicht nur „RICH PROSECCO“ für Paris Hilton.

    Aber wenn Ö es jemals ins 11er-Schießen gegen Deine CH schaffen sollte (zugegeben schwer vorstellbar), dann gewinnen sie, wetten? Weil einmal treffen sie schon, irgendwie.

  3. weinfidél Says:

    Hobbla, jetzt wirds endlich richtig kreativ! Da bin mit dabei. Gegen einen besoffenen Schiri wird da dann ja wohl niemand was einzuwenden haben. Wer wird als Dosenöffner angeheuert?
    Das 11 (Er-)schießen-Trauma wird dann durch die Eishockey-Boys eliminiert. Die sind dann auch zuständig für die Weiterentwicklung der Körpersprache(n)…

  4. pivu Says:

    Na also, es geht doch: 2:2 gegen eine verstärkte Schülermannschaft aus Costa Rica, darauf lässt sich aufbauen. Immerhin 270 Zuschauer im Hexenkessel von Genf erlebten diesen Teilerfolg, eine Kulisse, die der zweifache Torschütze Roland Linz aus der Heimat gewohnt war und die ihn offensichtlich beflügelt hat. Nun überlegt man, auch bei Österreichs EM-Spielen das Fassungsvermögen der ohnehin schon präparierten Stadien auf maximal 300 Zuschauer zu begrenzen.

    Venezuela alias „Vino Tinto“ war heute freilich zu stark für die tapferen EM-Gastgeber, aber die können Österreich den EM-Titel eh nicht streitig machen. Genausowenig wie San Marino, das sich nach dem heutigen 0:13 gegen Deutschland wohl kaum noch qualifizieren wird.

  5. Hanse Says:

    Das wird schon werden in Sachen EM. Nur nicht verzagen und schlecht reden die tolle Mannschaft aus Österreich. Zuert schwach beginnnen und danach stark nachlassen… ähm, oder wie geht das? *g*

    Wirst schon sehen, wir werden noch viel Freude mit den Burschen haben. Von Sieg zu Sieg werden wir eilen (hoffentlich schon bald gegen Liechtenstein).

  6. pivu Says:

    Ich fürcht‘ halt, dass es keine noch schwächeren Aufbau-Gegner mehr geben wird, gegen die Färoer will man nicht schon wieder verlieren, das hat Hicke schon einmal den Job gekostet. Und auch Liechtenstein scheint zu stark, hielten sie doch lange Zeit ein Unentschieden auswärts gegen Schweden.

    In die gleiche Kerbe schlägt übrigens „Der Standard“ mit seinem heutigen Kommentar „Party ohne Hausherr„.


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