Times are changing (2)

Mai 13, 2007

Für viele nicht überraschend gewann das Mekka europäischer Songkultur Serbien gestern in Helsinki den Eurovision Song Contest 2007. Kein Wunder, wenn man „douze points“ der vielen Nachfolgestaaten von Jugoslawien fest einplanen kann. Überhaupt belegten die ersten 16 Plätze ausschließlich Länder aus dem osteuropäischen Raum.

Früher, als man sich länger als dreieinhalb Wochen an den Siegertitel erinnern konnte, waren Länder wie Großbritannien, Irland oder Frankreich stets unter den Favoriten. Gestern belegten sie abgeschlagen die drei letzten Plätze. Damals war’s noch der gute alte Grand Prix. Und im musikalisch haushoch überlegenen Ostblock gab’s als Gegenveranstaltung den Intervision-Liederwettbewerb.

Gratulation an Italien, dass sich aus diesem geschmacklosen paneuropäischen Musikantentenstadl schon länger ausklinkte, ebenso wie die früheren Seriensieger Monaco und Luxemburg.

4 Responses to “Times are changing (2)”

  1. Michael Says:

    WIrklich mehr als peinlich das ganze, sogar DSDS mit Dieter Bohlen und seiner „neutralen Parteilichkeit“ ist da fairer.

  2. pivu Says:

    Ganz klar, die Balkanmafia hat besser funktioniert als die Russenmafia, die konnte sich wohl nicht auf einen Favoriten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken festlegen und streute die Punkte mehr oder weniger gleichmäßig nach Russland, Weißrussland, Armenien oder in die Ukraine. Ganz zu schweigen vom Ungehorsam der baltischen Länder.

  3. romanmoeller Says:

    Den Dieter haben wir vermutlich nächstes Jahr als Teilnehmer für Deutschland dabei – mit Medlock. Bis dahin muss sich Dieter noch in „Akkordarbeit“ einen Song ausdenken.

  4. ASM Says:

    Ach wie schön sind Verschwörungstheorien, jetzt also die Balkanmafia. Klar man weiß ja wie groß die Freundschaft der verschiedenen Völker des Balkans untereinander ist. Die überschäumenden Verbrüderungsfeiern auf dem Balkan der 90er Jahre sind sicher noch allen im Gedächtnis, einschließlich der mehrfachen grandiosen Feuerwerke. Am Ende kaufte man sogar noch die „Feuerkraft“ der amerikanischen Mittelmeerflotte ein um es richtig krachen zu lassen. Ja, ja zu feiern wissen die Mädels und Jungs da unten auf dem Balkan.

    Nur eines ist komisch, auch ohne alle Punkte von Ost- und Südosteuropäischen Staaten wäre das Ergebnis des Grand-Prix fast genauso ausgefallen, sogar die weiteren Plazierungen bis Platz 10. Hm? Gibt es vielleicht gar keine Balkan-Mafia, hatten die schlicht die besseren oder witzigeren Lieder, vielleicht auch die bessere Performance? Oder könnte es daran liegen, dass die Musik des Balkans im Moment sowieso in der Clubszene sehr hip ist? Man besuche einmal den Shantels Bukovina-Club in Frankfurt.

    Also Verschwörungsmodus aus und die Ohren auf, dann ist schnell klar warum die östlichen Länder im Moment vorn liegen.

    Dein Beispiel mit den großen GP-Nationen Great-Britain, Irland und/oder Frankreich erklärt auch sehr gut warum der Westen so weit hinten lag, das war doch mehr als unterirdisch was da abgeliefert wurde, mit den letzten drei Plätzen waren die doch gut bedient! Und wirklich erfolgreiche GP-Lieder gab es auch früher nur alle 5 oder gar 10 Jahre, so neu ist das Phänomen auch nicht!

    Trotzdem, Verschwörungstheorien haben schon was, sind zumindest witzig zu lesen😉 .


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