Label Watching in SF

März 13, 2008

Was macht man in in einer Weinhandlung in San Francisco, nachdem Nikolaihof bottles @K&Lman die vorher bestellten Flaschen (ausnahmsweise kein Zin, sondern West Coast Riesling!) abgeholt hat und bis zum zufällig am gleichen Nachmittag stattfindenden Tasting mit Gianluca Grasso noch Zeit bleibt? (Der Laden liegt in SOMA, zumindest nachmittags alles andere als eine belebte Gegend.) Man goutiert das Angebot. Und findet neben alten Bekannten typisch amerikanische Trouvaillen.

Man kennt das ja von importierten Kaliforniern hierzulande, wenn ein bewusst Radikon @K&Lniedrigerer Alkoholwert auf dem Etikett ausgewiesen wird, der Zollinspektor wird’s schon nicht prüfen. Noch legerer wird im umgekehrten Fall vorgegangen. Der 02er ‚Oslavje‚, eine weiße Cuvée aus dem Collio des von mir sehr geschätzten Winzers Stanko Radikon, wird im diesbezüglich übersensiblen Amerika mit einem offensichtlich variablen Chenin @K&LAlkoholgehalt von 11,5 – 14 % (!!!) ausgewiesen, also was jetzt? (Tatsächlich beinhaltet der Wein 13,5 % Alc.) Noch kreativer fand ich die Bezeichnung ‚CNW‚ für einen Weißen von Vinum Cellars. Diese steht für „Chard-No-Way“, der Standard-Slogan ABC – „anything but Chardonnay“ – passte nicht mehr, der ‚CNW‘ ist ein reinsortiger Chenin blanc. „Die spinnen, die Amis“, hätte Obelix gesagt, wenn’s ein „Cochon sauvage“ gewesen wäre.

(Sorry für die unscharfen Pics, ein Treo ist halt doch keine DigiCam.)

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