Kleider machen Sieger

Juli 18, 2009

Es war schon eine sonderbar anmutende Debatte um die nachträgliche Annullierung diverser Fabelrekorde aufgrund regelwidriger BadeSchwimmanzüge. Das hat Rogan Schwimmanzug © Kuriermanfrau jetzt davon, wenn sie, statt wie einst im stets modischen Badeanzug, eingezwängt in düsteres Neopren, mitunter auch doppelt (!) getragen,  ins 50-Meter Becken eintaucht. Niemals hätten olympische Schwimm-Ikonen wie Mark Spitz oder Franziska von Almsieck nachhaltige Berühmtheit erlangt, würde man sie nur in schwarzen Latex-Hülsen kennen. Ganz abgesehen von der Wettbewerbsverzerrung durch immer besser und entsprechend teurer werdendes High-Tech Material, dessen mangelnde Rissfestigkeit dem Wiener Weltmeister Markus Rogan bei der diesjährigen Universiade statt der erhofften Medaille nur den abgeschlagenen letzten Platz im Finale einbrachte.

Während also eine so traditionelle Sportart wie Schwimmen zunehmend an Attraktivität verliert und bald ähnlich www.virginmedia.compopulär wie Gehen oder Radball sein könnte, erfreuen sich olympische Neuerrungenschaften wie Beach-Volleyball ungebrochener Beliebtheit. Ob dem auch so sei, wenn die sonnengebräunten Beach-Girls in Jogginghosen statt im Bikini rumhüpften, darf bezweifelt werden. Das zeigen auch die ersten Runden der heurigen All-England Championships in Wimbledon. Während die frischgebackene French-Open Siegerin Svetlana Kuznetsova ihre ersten Matches weitgehend unbeachtet auf den Außenplätzen abspulen durfte, konnte das weniger fachkundige Publikum auf dem Centre Court beim Daumenhalten für zwar langbeinige aber umso erfolglosere „Tennis-Luder“ seinen Hang zum Red Tops geschulten Voyeurismus frönen. Dass die heute bestverdienende Sportlerin Maria Sharapova den Großteil ihrer Einkünfte nicht den Preisgeldern ihrer Tenniskarriere zu verdanken hat, ist dabei genauso wenig überraschend wie die vor einigen Jahren plötzliche Popularität der ehemaligen Nummer 1 aus Österreich Barbara Schett als tagebuchschreibende „Mirror-Babsi“ am Rande der ersten Wimbledon-Woche.

EUROPE/GOLFDoch auch modische Exzesse können für ein bestimmtes Publikum durchaus reizvoll sein, dies beweist Riesenbaby „Long“ John Daly, immerhin ehemaliger Sieger der Open Championships, gerade jetzt bei dessen Neuauflage mit dem vorbildhaften Ragosina SchottenrockRecycling großmütterlicher Vorhangstoffe. Auch wenn’s nicht so aussieht, darf man davon ausgehen, dass die Kreation der grellen XXXL-Golfhosen keinem der unzähligen Alkohol-Delirien des „Lion’s“ entstammen. Auch die amtierende Box-Weltmeisterin Natascha Ragosina hätte in ihrem Schulmädchen-Outfit besser zu den Open ins schottische Turnberry als in den Boxring gepasst.

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