Wie gut oder wie schlecht reift St. Laurent, und was sind dessen Zukunftsperspektiven, darüber sollten die letzten beiden Flights des St. Laurent Dinners im Schwarzen Kameel Klarheit schaffen.

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Hier also die ersten, längst überfälligen Randnotizen des als offizielle Initialzündung des „St. Laurent Think Tank“ gedachten Dinners im Schwarzen Kameel am Vorabend zur VieVinum. In der Bel Etage dieser Wiener Institution für Leib‘ und Seel‘ trafen einander 9 Winzer mit einer kleinen Anzahl ausgewählter Weinfreunde, fachfraulich und mit letztem Engagement moderiert von Julia Sevenich. Jeder Winzer brachte 2 Weine (aktuell und gereift) ein, um zum einen Bandbreite und Potenzial zu zeigen, zum anderen die Identität des St. Laurents auf dem Weg zur eigenständigen Spitzensorte herauszuarbeiten. Die Weine wurden in einem 2er und 4 4er Flights blind verkostet, gereicht wurden diese zu einem hervorragenden 4-Gang-Menü aus einer der besten Küchen Wiens, die auch nach dem plötzlichen Weggang von Christian Domschütz keinerlei Schwächen offenbarte.

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Wild Thing Altenberg

März 9, 2010

Da meldet sich Madame und sagt, wir hätten plötzlich 12 Kilo Wild von einem befreundeten Jäger aus dem Odenwald bekommen. Und da dieses frisch genossen am besten schmeckt, wurde der Menüplan um die Feiertage zwar etwas einseitig, aber sicher nicht schlechter. Beim dazu getrunkenen Wein sollte jedoch die Vielfalt erhalten bleiben, was trinkt man also zu einem großen Stück Rehrücken? Burgund? Bordeaux? Syrah von der Rhone? Barolo? Oder gar Blaufränkisch? Nichts von alledem, die Wahl fiel auf Riesling! Und die Herausforderung Altenberg Vertikalewurde gar noch größer, als der besorgten Köchin ob der hungrigen Gästeschar der zarte Rehrücken zu knapp erschien und sie diesen kurzerhand gegen ungleich kräftigeres Schwarzwild austauschte. Freilich ohne den Sommelier im Haus zu informieren.

Nun war es war aber nicht irgendein Riesling, sondern der ‚Kanzemer Altenberg Alte Reben‘ aus dem Weingut van Volxem an der Saar. Nicht umsonst sagt man ja, man solle Wein mit regional verankerten Produkten kombinieren, und die Wälder zwischen Saar und Obermosel sind ein kleines Eldorado für passionierte Jäger, was man umgekehrt vom Odenwald für Weinfreaks nicht behaupten kann. Und um der Menge des Fleisches gerecht zu werden, ergab sich ein perfekter Zeitpunkt einer kleinen Vertikale, nämlich der Jahrgänge 2004, 2005 und 2006.

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Fish ’n‘ Zin

Februar 12, 2009

Nach längerer Zeit bin ich diesmal wieder Pilot unserer Weinrallye, immerhin ist’s schon die 20. Etappe. Das diesmal sehr anspruchsvolle Thema lautet „Wein zum Fisch, aber nicht weiß und trocken“Weinrallye, organisiert von Wolf Hosbachs Blog Hausmannskost. Nun, unter „Kost für Hausmänner“ verstehe ich zwar nicht unbedingt gehobene Fischküche mit exotischer Weinbegleitung, andererseits was mögen kochambitionierte Männer lieber als Grillen, und das geht auch mit Fisch. Noch dazu, wenn einem die Drecksarbeit am Grill abgenommen wird und man sich auf die Weinauswahl konzentrieren kann. Und da fällt mir eine Anekdote von vor ca. 15 Jahren aus meiner Kalifornienzeit ein.

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Weingenuss bei T.O.M ®

Oktober 15, 2008

Nachdem ich die letzten Male pausiert habe, gibt Theo Huesmann als Ausrichter der heutigen Etappe der Weinrallye diesmal ein Thema vor, das mir sehr am WeinrallyeHerzen liegt, nämlich „Weingenuss im Restaurant„. Gerade als Freund guten Essens begleitet von mindestens ebensogutem Wein, ohne sich gleich verschulden zu müssen, stoße ich in der hiesigen Gastronomie oftmals auf Unverständnis, Aufschläge von mehreren 100% auf die Einkaufspreise gehören zur Realität. Selbstverständlich lässt sich alles argumentieren, aber nicht mit mir, ich heb‘ mir meine Restaurantbesuche lieber für Reisen nach Südeuropa oder sogar in die USA auf, wo die Weinpreise selten das Doppelte der Ab-Hof-Preise übersteigen. Aber auch in Mitteleuropa findet man positive Ausnahmen zu den sonstigen Usancen, und noch viel mehr.

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Achtung Sonderabfüllung

September 29, 2008

Welcher Händler, welcher Gastronom hat nicht gerne Weine im Programm, die er im wahrsten Sinne des Wortes exklusiv anpreisen kann? Immer häufiger jedoch wird damit Schindluder betrieben, die Exklusivität beschränkt sich nicht selten auf einen Zusatz am Etikett.

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Heikler Besuch

März 5, 2006

Freunde zu Besuch sind was Nettes. Auch wenn man erst kurzfristig, so wie gestern mittag, von der Dame des Hauses davon erfährt: „Übrigens, heute abend kommen ein paar Leute zu uns!“ So viele waren’s dann doch nicht, der plötzliche Wintereinbruch sorgte für den einen oder anderen Ausfall. Das erleichtert zumindest die Weinauswahl. Scheinbar.

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